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In Schlesien gab es 5 Dörfer die den Namen
"Tinz" enthielten. Für den Heimat- bzw. Familienforscher ist es
nicht immer einfach das von ihm gesuchte "Tinz" auf Anhieb zu
finden.
1 + 2
Groß Tinz und Klein Tinz im Kreis Nimptsch (durch die Kreisreform 1932
dann zum Kreis Breslau gehörend). Klein Tinz wurde dann 1939 eingemeindet
und beide Dörfer wurden dann Groß Tinz an der Lohe genannt. Der heutige
polnische Name ist Tyniec nad Sleza.
3
Klein Tinz im Kreis Breslau (ab 1903 nur noch Tinz) - dieses Tinz liegt
ca. 10 km nördlich von Groß Tinz an der Lohe und ca. 8 km südwestlich
von Breslau. Der heutige polnische Name ist Tyniec Maly. Hierzu
gibt es auch eine Internet-Seite.
4 + 5
Groß Tinz und Klein Tinz im Kreis Liegnitz Der heutige polnische Name
für beide Dörfer ist Tynczyk Legnicki.
Alle oben genannten Dörfer lagen in Niederschlesien. 1, 2 + 3 im
Regierungsbezirk Breslau; 4 + 5 im Regierungsbezirk Liegnitz.
Die Schreibweise von Groß und Klein Tinz war nicht nur in den
Kirchenbüchern unterschiedlich, auch in der gedruckten Literatur wie z.B.
Ortschaftverzeichnisse und Güteradreßbuch. Die Unterschiede waren mit
und ohne Bindestrich sowie aneinandergeschrieben und mit ss statt ß. -
z.B. Groß Tinz, Groß-Tinz, Großtinz, Gross-Tinz
In den Kirchenbüchern findet man häufig die Schreibweise mit tz (Groß
Tintz, Groß-Tintz, Großtintz, Grosstintz, Gross-Tintz), während die
Schreibweise Groß Tiensch (Großtiensch) bzw. Groß Tinsch (Großtinsch)
sehr selten sind. Ebenfalls ist in den Kirchenbüchern um 1730 die
Schreibweise Großtüntz und Kleintüntz vorherrschend. Um 1600 findet man
jedoch in den Kirchenbüchern von Markt Bohrau die Schreibweise "vom
großen Tintz" und "vom kleinen Tintz". |